🥃 Ember Lounge
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Re: 🥃 Ember Lounge
von Seth am 07.06.2026 17:27Schief grinsend beobachtete er, wie sich die Belustigung auf den Zügen seines Gegenübers breit machte, als er von seinen Klischeehaften Jugendsünden erzählte. Leicht verlegen lachend rieb er sich den Nacken. "Ja, zugegebenermassen war ich wohl tatsächlich das wandelnde Klischee, eines rebellischen Teenagers. Aber die meisten dieser Laster bin ich inzwischen ja wieder los geworden. Nur das Rauchen hab ich beibehalten. Schliesslich ist keiner ohne Sünde." Erwiderte er mit einem leicht selbstironischen Grinsen und strich sich eine lose Strähne aus der Stirn.
Bei der Bemerkung zu seinem Vater gab er ein leidendes Geräusch von sich und nickte dramatisch. "Vielen Dank, endlich spricht jemand aus, was ich ihm schon seit Jahren versuche klar zu machen... Für ihn erschliesst sich der Wert eines Menschen aus der Höhe seines Bankkontos und seiner Abstammung. Manchmal komme ich mir ehrlich vorbei der Protagonist eines schlechten Romans." Fügte er leise lachend hinzu, bevor er verstummte und Asmodeus' Worten aufmerksam lauschte, den Kopf leicht nachdenklich zur Seite gekippt. Langsam machte sich ein kleines Lächeln auf seinen Lippen breit, denn für einmal hatte er tatsächlich das Gefühl, verstanden zu werden.
"Du hast recht. Ich hab das Studium nicht primär gewählt, um meinen Vater zu ärgern, auch wenn das ein positiver Nebeneffekt davon war und mich definitiv angespornt hat, mich tatsächlich gegen ihn aufzulehnen, was meine Zukunft betrifft. Aber ich hätte mich niemals für ein Studiengebiet entschieden, dass mich nicht zumindest ein klein wenig interessiert hätte. Ich bin widerspenstig, nicht blöd." Fügte er leicht belustigt hinzu, ehe er bei seinen Worten verstummte, um tatsächlich darüber nachzudenken. Zu seiner eigenen Überraschung stellte er fest, dass er sich nicht daran erinnern konnte. "Nun, ich schätze du bist der erste seit einer ganzen Weile..."
Leicht schüttelte er den Kopf, um das Thema zu wechseln und schenkte ihm ein kleines, warmes Lächeln. "Aber genug von mir, erzähl mir mehr über dich, du bist vermutlich deutlich interessanter, mit all den Jahrhunderten die du schon auf dem Buckel hast." Sein leicht verspieltes Zwinkern machte dabei deutlich, dass er das noch immer nicht so ganz glaubte.
Re: 🥃 Ember Lounge
von Asmodeus am 07.06.2026 17:01Asmodeus hörte ihm nicht aus Höflichkeit aufmerksam zu, oder weil er an einem Gespräch festhalten wollte, sondern weil Seth tatsächlich etwas zu sagen hatte. Das war selten genug geworden. Während andere Menschen versuchten, beeindruckend zu wirken, sprach Seth über sich selbst mit einer Ehrlichkeit, die weder Mitleid noch Bewunderung verlangte. Er erklärte einfach, wer er war und vielleicht war genau das der Grund, weshalb Asmodeus ihn immer interessanter fand. Als die Aufzählung seiner jugendlichen Rebellionen begann, erschien ein amüsiertes Lächeln auf seinen Lippen. „Gefärbte Haare.“ Ein langsames Nicken. „Piercings.“ Ein weiteres Nicken. „Fragwürdige Bekanntschaften, Diebstahl und Rauchen.“ Er hob sein Glas und trank einen Schluck. „Du warst also überraschend klischeehaft.“ Die goldenen Augen funkelten jedoch verräterisch als er ihn aufzog und es genoss. Doch je länger Seth sprach, desto ruhiger wurde sein Ausdruck. Denn irgendwann ging es nicht mehr um Rebellion. Sondern um Freiheit und um die Entscheidung, sich selbst zu wählen. Als der Barkeeper geendet hatte, schwieg Asmodeus einige Sekunden. Dann stellte er das Glas ab. „Dein Vater klingt anstrengend und bemerkenswert vorhersehbar.“ Er lehnte sich leicht zurück. „Menschen wie er verbringen ihr gesamtes Leben damit, Status aufzubauen.“ Seine Finger trommelten langsam gegen das Glas. „Und irgendwann beginnen sie zu glauben, Status wäre dasselbe wie Wert.“ Er zuckte leicht mit den Schultern. „Ein häufiger Irrtum.“ Sein Blick glitt wieder zu Seth. „Weißt du, was ich interessant finde?“ fragte er schließlich. „Du redest ständig davon, dass du deinen Vater ärgern willst.“ Ein leichtes Schmunzeln erschien aus seinen Lippen. „Aber jedes Mal, wenn du von Psychologie sprichst, verändert sich deine Stimme. Wenn du über ihn redest, höre ich Trotz. Wenn du über Psychologie redest, höre ich Begeisterung.“ er machte eine kurze Pause. „Ich glaube nicht, dass du das Studium gewählt hast, um ihn zu ärgern.“ Das Lächeln wurde etwas wärmer. „Ich glaube, du hast es gewählt, weil du es liebst.“ Dann lehnte er sich wieder entspannt zurück. „Und ehrlich gesagt?“ Seine Mundwinkel hoben sich. „Das dürfte deinen Vater vermutlich noch deutlich mehr ärgern.“ Ein leises Lachen verließ ihn. Anschließend schwieg er einen Moment. Sein Blick wanderte durch die Bar. Zu den Gästen, zu den lachenden Gruppen, zu den Paaren zu den einsamen Gestalten am Rand. Dann richteten sich die goldenen Augen wieder auf Seth „Sag mir etwas.“ Seine Stimme wurde ruhiger. „Du verbringst deine Zeit damit, die Beweggründe anderer Menschen zu verstehen.“ Er neigte leicht den Kopf. „Aber wann hat sich zuletzt jemand ernsthaft die Mühe gemacht, deine zu verstehen?“

Re: 🥃 Ember Lounge
von Seth am 07.06.2026 12:47"Ja, Psychologie. Es ist interessant heraus zu finden, was jemanden bewegt, wie er tickt und was ihn dazu gebracht hat. Du meintest eben, du sammelst Geschichten, dann müsstest du meine Faszination dafür eigentlich verstehen. Denn nur wenn du nach dem warum fragst und dir seine Geschichte anhörst, kannst du verstehen, was einen Menschen zu dem macht, der er ist." Ein kleines, verspieltes Lächeln umspielte seine Lippen, während er sich erneut leicht gegen die Theke lehnte. "Die Psyche eines Menschen zu erforschen, ist wie ein einziges, grosses Rätsel, bestehend aus tausenden kleinen. Das wird nie langweilig. Vermutlich hättest du tatsächlich darauf kommen können, doch ich freue mich auch, dass ich dich ein wenig überraschen konnte." Leicht verspielt zwinkerte er ihm zu, bevor er erneut sanft lachend den Kopf schüttelte. "Ob du es glaubst oder nicht... Auch meine Rebellion startete klein. Ich hatte als Teenager auch eine Phase, in der ich mir das Haar gefärbt habe oder Leute gedatet, die Ärger bedeuteten. Oder hab den Wagen meines Dads geklaut, mir Piercings stechen lassen, zu rauchen begonnen..." Zählte er mit einem beinahe leicht verlegen grinsen auf, denn rückwirkend kam er sich dabei ziemlich dumm vor. "Aber irgendwann habe ich begriffen, dass ich mit dieser Art der Rebellion letztlich mir selbst mehr als ihm schade. Also habe ich meine Taktik geändert, begonnen mich mit meinen Leidenschaften und wünschen für die Zukunft auseinander zu setzen und nun bin ich hier und deutlich zufriedener, als bei den bisherigen Rebellionen." .
Mit einem kleinen, verschmitzten Grinsen auf den Lippen drehte er sich wieder vollständig Asmodeus zu, um in dessen goldene Sagen zu blicken, auf der suche nach einem Zeichen dafür, dass er ihn dafür verurteilte, oder aber verstand.
"Nun, ich stamme aus einer langen Linie an Juristen und Professoren und es wird von mir erwartet, dass ich diese Tradition fortsetzen, um irgendwann in die Firma meines Vaters einzusteigen, doch darauf habe ich keine Lust. Mich interessiert sowas nicht. Aber für meinen Vater ist Psychologie wohl in etwa das selbe, wie ein Studium der unterhaltenden Künste, einfältig und zukunftslos. Also hab ich meinen Vater vor ein Ultimatum gestellt. Entweder, er erlaubt mir Psychologie zu studieren, oder ich studiere überhaupt nicht und suche mir den unehrenhaftesten Beruf überhaupt. Was würden nur seine Geschäftspartner dann über ihn denken? Oder seine Golfbuddys? Also haben wir eine Vereinbarung getroffen. Ich beende jedes Semester mit einem gewissen notenschnitt und er finanziert mein Studium und sollte ich das Ziel nicht erreichen, werde ich mich seinem Willen fügen. Was ich nicht vor habe, weshalb ich sicherheitshalber nebenher was dazu verdiene. Und natürlich ist es einem Mann wie meinem Vater unerträglich, dass ich nun einer so 'niederen' Arbeit nach gehe, wie dem mischen von Drinks. Weshalb es mir umso mehr Spass bereitet, auch hier zu brillieren." Verschmitzt grinsend zwinkerte er ihm zu, du dunkelblauen Augen vergnügt funkelnd.
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von Asmodeus am 07.06.2026 08:03Als Seth seine Eltern erwähnte, wanderte ein Lächeln über Asmodeus Lippen. Diese kleine Rebellion stand ihm erstaunlich gut.„Psychologie.“ wiederholte er nachdenklich. „Natürlich.“ Er schnaubte leise. „Jetzt ergibt plötzlich einiges Sinn.“ Die goldenen Augen musterten ihn einen Moment. „Die Fragen. Die Beobachtungen. Diese Angewohnheit, ständig nach dem Warum zu suchen.“ Er hob sein Glas leicht. „Ich hätte darauf kommen müssen.“ Dann lehnte er sich etwas zurück. „Und du arbeitest hier, um deinen Vater zu ärgern.“ Ein amüsiertes Funkeln erschien in seinen Augen. „Das gefällt mir fast besser als der Psychologie Teil.“ Für einen Augenblick schwieg er und betrachtete den Barkeeper. „Weißt du, Seth…“ Seine Stimme wurde ruhiger. „Menschen behaupten oft, sie würden gegen ihre Eltern rebellieren.“ Ein leichtes Schulterzucken. „Die meisten färben sich die Haare, tätowieren sich etwas Fragwürdiges oder heiraten jemanden, den ihre Familie nicht mag.“ Die Mundwinkel hoben sich. „Du hingegen hast beschlossen, dein gesamtes Leben in eine Trotzreaktion zu verwandeln.“ Und seltsamerweise klang das beinahe wie Anerkennung. Dann stellte er das Glas ab. „Aber das erklärt noch nicht alles.“ Sein Blick blieb auf Seth ruhen. „Psychologie erklärt, warum du Menschen analysierst.“ Er neigte leicht den Kopf. „Aber sie erklärt nicht, warum du sie verstehen willst. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.“ Die Musik der Ember Lounge pulsierte leise zwischen den Gesprächen der Gäste. Doch Asmodeus schien sie kaum wahrzunehmen. Seine Aufmerksamkeit lag vollständig auf seinem Gegenüber. „Also sag mir etwas.“ Ein schmales Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Was genau gefällt deinen Eltern nicht daran?“ Er verschränkte die Arme locker vor der Brust. „Dass du Psychologie studierst? Dass du hier arbeitest?“ Das Lächeln wurde etwas breiter. „Oder dass du angefangen hast, selbst zu entscheiden, wer du sein möchtest?“ Für einen Moment ruhte sein Blick auf Seth. „Und bevor du fragst, was ich mache, wenn ich nicht in Bars sitze und Psychologiestudenten verwirre…“ Ein amüsiertes Funkeln erschien in seinen goldenen Augen. „… ich sammle Geschichten.“ Er drehte das Glas langsam zwischen seinen Fingern. „Manche sammeln Geld. Andere Macht. Wieder andere Wissen.“ Sein Blick traf erneut den seinen. „Ich sammle Menschen.“ Die Worte kamen ruhig fast charmant und doch blieb für einen kurzen Augenblick offen, ob das lediglich eine Metapher war oder nicht.

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von Seth am 06.06.2026 21:21"Mir ist bewusst, dass das leichter gesagt, als getan ist, aber ich glaube dennoch daran, da mir mein vorgesehenes Leben nicht sonderlich gefällt und ich es bevorzugen würde, meinen eigenen Weg zu gehen." Erklärte er mit einem kleinen, beinahe bedauernd wirkenden schmunzeln, ehe er wieder zu seinem üblichen Grinsen über ging. Seine folgenden Worten entlockten ihm ein erneutes, leises Lachen. "Nun, da uns armen, kurzlebigen Menschen weder dämonische Rituale und Opfergaben, noch verlorene Seelen oder Jahrtausende Zeit als Hilfsmittel haben, müssen wir uns eben auf das beschränken, was wir tun können, um im hohen Alter, welches für dich vermutlich lediglich der Spanne eines Herzschlages entspricht, auch nur noch annähernd so gut auszusehen." Erklärte er belustigt, wobei er allerdings nicht mehr ganz so skeptisch seiner Herkunft gegenüber stand."Und wenn du tatsächlich eben jener Dämon sein solltest, würdest du doch gewiss über den Unhöflichkeiten eines gewöhnlichen sterblichen stehen. Warum sollte sich ein unsterbliches Wesen für die Meinung einer Eintagsfliege interessieren?" Gab er leicht belustigt zurück, ehe er sanft den Kopf vor ihm neigte. "Nun, tatsächlich hat meine Arbeit hier, überraschend viel mit meiner alltäglichen Tätigkeit zu tun. Ich studiere, ganz zum Leidwesen meiner Eltern, Psychologie. Die Neugier wurde mir in die Wiege gelegt und ich versuche, mehr über die Welt und die Menschen in meiner Umgebung zu erfahren. Und ich arbeite hier, weil es meinen Vater in den Wahnsinn treibt. Ein wenig Spass ist doch erlaubt?" Er schmunzelte kaum merklich.
Re: 🥃 Ember Lounge
von Asmodeus am 06.06.2026 20:48„Wir bestimmen selbst, wer wir sind.“ wiederholte er nachdenklich. Die Worte klangen auf seiner Zunge fremd, als hätte jemand sie vor langer Zeit gesagt und er hätte nie ganz entschieden, ob er ihnen glauben wollte. „Das ist eine schöne Vorstellung.“ Mehr sagte er dazu nicht, denn für Wesen wie ihn war Schicksal ein komplizierteres Konzept. Er hatte Menschen beobachtet, die gegen ihre Natur kämpften und andere, die ihr mit offenen Armen entgegenliefen. Manchmal gewann der Wille, manchmal die Natur und manchmal war der Unterschied erschreckend gering. Doch als Seth ihn anschließend wegen seines Alters aufzog, lachte Asmodeus erneut. „Skin-Care.“ Er schüttelte langsam den Kopf. „Jahrtausende dämonischer Rituale, Opfergaben und verlorener Seelen, und am Ende interessiert sich die Menschheit doch wieder nur für Hautpflege.“ Ein amüsiertes Funkeln erschien in seinen Augen. „Das ist irgendwie beruhigend.“ Dann hob er leicht eine Augenbraue. „Und nein. Sollte ich tatsächlich der Asmodeus sein, wäre es ausgesprochen unhöflich, einen Fürsten der Hölle als alten Mann zu bezeichnen.“ Er machte eine kurze Pause vor seinen nächsten Worten. „Zumindest solange er es hören kann.“ Er lehnte sich etwas zurück. „Also verrate mir etwas, Seth.“ Seine Stimme wurde ruhiger und neugieriger. „Was machst du eigentlich, wenn du nicht hier hinter dieser Bar stehst und fremde Menschen psychologisch auseinandernimmst?“ Ein amüsiertes Funkeln erschien in seinen Augen. „Denn ich kaufe dir nicht ab, dass das hier nur ein Hobby ist.“ Er hob sein Glas leicht, nahm einen Schluck. „Du beobachtest zu viel für einen gewöhnlichen Barkeeper und du stellst definitiv zu viele Fragen für einen gewöhnlichen Menschen.“ Zum ersten Mal seit Beginn ihres Gesprächs schien Asmodeus tatsächlich etwas über Seth erfahren zu wollen. Nicht nur mit ihm zu spielen. Sondern herauszufinden, wer sich hinter dem schiefen Grinsen und der Neugier verbarg.

Re: 🥃 Ember Lounge
von Seth am 06.06.2026 19:49"Mag sein, trotzdem habe ich kein Recht dazu, darüber zu urteilen. Aber die schlechten Entscheidungen und Charaktere unserer Eltern bestimmen ja glücklicherweise nicht, zu was für Menschen wir werden. Letzten Endes hat man sein Schicksal selbst in der Hand und kann es ändern, wenn man es nur genug will. Jedenfalls ist es das, was ich glaube. Wir bestimmen selbst wer wir sind." Ohne gross darüber nachzudenken, klopfte er ihm kurz auf die Schulter, bevor er sich kurz abwandte, um einige leere Gläser von der Theke zu räumen und in den Geschirrspüler zu stellen. Dann drehte er sich wieder zu Asmodeus und lächelte leicht bei dessen Lachen. "Ich denke die Bezeichnung Rätsel passt zu dir. Du bist zu interessant, um dich einfach als eine neue Bekanntschaft abzustempeln." Dann jedoch runzelte er leicht die Stirn, bei seinen nächsten Worten. "Jahrhunderte? Oh nein, sag mir jetzt nicht, du bist einer dieser Method Actor und ich habe meine wohlwollenden Worte eben nur an ein Schauspiel verschwendet? Das würde mich jetzt wirklich enttäuschen... Oder bist du etwa tatsächlich der Asmodeus? Herr der Hölle? Das hingegen wäre tatsächlich faszinierend." Zog er den Anderen mit leicht neckischem Unterton in der Stimme auf, bevor er ihm leise lachend erneut leicht auf die Schulter klopfte. "Für nen alten Mann hast du dich jedenfalls sehr gut gehalten. Hut ab, du musst mir definitiv deine Skin-care verraten." Verspielt grinsend zwinkerte er ihm zu, die Lippen zu einem neckischen Grinsen verzogen, bevor er wieder ernster wurde und sanft den Kopf schüttelte.
"So denkt nur jemand, der Rätsel nur halbherzig liebt. Natürlich ist die Suche oftmals reizvoller, als das Tatsächliche finden des Ziels, den Erhalt der Antwort. Doch wenn du dich einem Rätsel voll und ganz verschreibst, Stunden, Tage, Wochen oder gar Jahre mit der Suche nach der Antwort verbringst, verlierst du das Interesse nicht einfach, wenn du sie hast. Vielleicht suchst du dir dann eine neue Herausforderung, doch die Erinnerungen an all die Zeit, die du mit dem Rätsel verbracht hast, wird sich immer begleiten. Und jedes mal wenn du dir die Lösung ansiehst oder darüber nachdenkst, wirst du dich wieder daran erinnern, wie wundervoll es war, dieses Rätsel zu entschlüsseln." Erklärte er mit tiefster Überzeugung in seiner Stimme, während er in die goldenen Augen seines Gegenübers sah, versuchte heraus zu finden, ob er seine Ansicht verstand, selbst wenn er sie nicht teilte.
"Also nein, die Möglichkeit dass mir das Rätsel besser gefällt, als die Lösung, fürchte ich nicht." Sanft zwinkerte er ihm zu und schmunzelte. "Bisher habe ich noch keine Lösung, doch das wäre ja auch langweilig. Aber ich freue mich darauf, mich der Herausforderung zu stellen."
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von Asmodeus am 06.06.2026 19:09Das entschuldigende Lächeln ließ Asmodeus für einen Moment schweigen. Ein Mensch, der sich Sorgen machte, die Gefühle eines Dämons verletzt zu haben. Seine Mundwinkel hoben sich langsam. „Keine Sorge, Seth. Du bist vermutlich nicht der Erste, der meine Eltern für fragwürdig hält und mit ziemlicher Sicherheit nicht der Letzte.“ Während der Barkeeper weitersprach, beobachtete Asmodeus ihn aufmerksam. Wie er seiner eigenen Neugier erlaubte, vernünftig zu erscheinen. Als Seth sich schließlich vorbeugte und seine Stimme senkte, wanderte Asmodeus Blick kurz zu dessen Augen. Das Zwinkern, die Herausforderung, die Neugier. Und plötzlich lachte er. „Dein neuestes Rätsel?“ Er ließ die Worte auf der Zunge zergehen als würden sie ihm gefallen. „Das klingt deutlich charmanter als die meisten Bezeichnungen, die ich im Laufe der Jahrhunderte erhalten habe.“ Fuck… Jahrhunderte… das Wort fiel völlig beiläufig, total unbedacht und a eine Finger schlossen sich erneut um das Glas. „Weißt du, was das Interessante an Rätseln ist?“ fragte er schließlich. „Die meisten Menschen glauben, sie wollen die Antwort.“ Sein Blick blieb auf Seth ruhen. „Dabei genießen sie in Wahrheit die Suche viel mehr.“ Langsam drehte er das Glas zwischen seinen Fingern und der Eiswürfel knackte leise. „In dem Moment, in dem man ein Rätsel vollständig versteht, verliert es seinen Zauber.“ Er neigte den Kopf leicht. „Manche verlieren sogar das Interesse daran. Deshalb solltest du vorsichtig sein mit deinen Wünschen.“ Seine Stimme war sanft, fast vertraulich. „Vielleicht gefällt dir die Frage besser als die Antwort.“ Für einen Augenblick ließ er den Blick durch die Ember Lounge schweifen, dann kehrte seine Aufmerksamkeit zu Seth zurück. „Und doch glaube ich nicht, dass du aufhören wirst.“ Ein amüsiertes Funkeln erschien in seinen goldenen Augen. „Du wirkst auf mich nicht wie jemand, der vor verschlossenen Türen stehen bleibt.“ Er lehnte sich etwas vor, dass seine nächsten Worte nur für Seth bestimmt waren. „Die wirklich gefährlichen Menschen sind übrigens nicht jene, die mit dem Feuer spielen, sondern jene, die irgendwann beginnen zu hoffen, dass es sie tatsächlich verbrennt.“ Dann lehnte er sich wieder zurück, hob sein Glas leicht in dessen Richtung und fügte mit beinahe spielerischer Leichtigkeit hinzu. „Also gut, Seth. Wenn ich dein neuestes Rätsel bin…“ Seine Mundwinkel hoben sich leicht. „Wie weit bist du bereits mit der Lösung?“

Re: 🥃 Ember Lounge
von Seth am 06.06.2026 18:32Die Wärme in Asmodeus Lachen lag, überraschte ihn ein wenig, entlockte jedoch auch ihm ein kleines Lächeln. "Das mag schon sein, doch unbedachte Ehrlichkeit bringt einen auch gerne mal in missliche Lagen. Und nur weil sie für andere interessant erscheinen, bedeutet das nicht, dass es klug ist sie zu teilen. Aber ich Stimme dir zu, es ist ein schmaler Grat zwischen dem verkaufen einer Lüge und dem Beginn, selbst an sie zu glauben. Die Kunst der Maskerade will gelernt sein, oder man verliert die Fähigkeit, die Maske in wichtigen Momenten wieder abzulegen." Stimmte er ihm nachdenklich lächelnd zu, während er einem besonders hartnäckigen Fleck an den Kragen ging. Doch bei seinen nächsten Worten entkam ihm nur ein leicht belustigtes Schnauben, während er den Kopf schüttelte. "Ein Mensch braucht kein besonderes Verantwortungsbewusstsein, um Intentionen zu entwickeln. Und selbst mit einer wirklich gewaltigen Portion schwarzen Humores, spricht die Entscheidung sein Kind nach einem Dämonen zu benennen, wohl eher für Grausamkeit oder zumindest eine fast schon fahrlässige Dummheit, nichts für ungut. Aber damit klebt man einem doch praktisch eine Zielscheibe auf den Rücken." Dann erinnerte er sich daran, dass er dabei über Asmodeus und dessen Eltern sprach und verstummte. "Verzeihung, es steht mir nicht zu, über deinen Namen oder deine Familie zu urteilen. Ich hab mich ein wenig mitreissend lassen, das sollte kein angriff gegen dich sein." Beeilte er sich als Versicherung hinterher zu schieben und schenkte ihm ein entschuldigendes Lächeln und griff seine folgenden Worte zum wechseln des Themas auf.
"Was wäre das Leben schon ohne ein wenig Neugier und den Wunsch, mehr zu erfahren? Man sagt Neugier ist der Katze Tod, doch Katzen haben bekanntlich mehr als ein Leben, also was solls? Manchmal muss man Risiken eingehen, wenn sie Belohnung es wert ist." Damit lehnte er sich nun seinerseits ein kleines Stück vor und senkte die Stimme beinahe auf ein Flüstern. "Und ich denke, die Entschlüsselung meines neusten Rätsels, ist ein wenig Risiko wert." Damit lehnte er sich, mit einem kleinen zwinkern, zurück.
Re: 🥃 Ember Lounge
von Asmodeus am 06.06.2026 17:46Das leise Lachen, das Asmodeus daraufhin von sich gab, war warm.
„Entschuldige dich nicht dafür.“ Seine Finger glitten langsam über das Glas. „Die ungefilterten Gedanken sind meistens die Ehrlichsten.“ Goldene Augen verfolgten die Bewegung des Lappens über die Theke, bevor sie wieder zu Seth zurückkehrten. „Außerdem sind sie deutlich interessanter.“ Ein schmales Grinsen erschien auf seinen Lippen. „Die meisten Menschen verbringen ihr gesamtes Leben damit, ihre Gedanken zu zensieren, bis sie irgendwann selbst nicht mehr wissen, was davon eigentlich echt war.“ Er beobachtete ihn einen Moment schweigend. Das schiefe Grinsen. Die lockere Haltung. Die Art, wie er sich beschäftigte, während sein Kopf arbeitete. Seth dachte nach und das gefiel ihm. „Fragwürdige Intentionen? Das setzt voraus, dass meine Eltern besonders verantwortungsbewusste Menschen waren. Vielleicht hatten sie einfach einen bemerkenswert schwarzen Sinn für Humor.“ Er hob sein Glas. „Oder außergewöhnlich gute Instinkte.“ Die Wahrheit lag wie so oft irgendwo dazwischen, oder weit außerhalb dessen, was ein Mensch überhaupt in Betracht ziehen würde. Doch dann hörte er weiter zu und da war sie wieder, diese Ehrlichkeit, diese unvorsichtige, beinahe selbstverständliche Offenheit. Die meisten Menschen hätten versucht, stärker zu wirken, klüger, unverwundbarer, Seth hingegen schien sich seiner Schwächen bewusst zu sein und sprach sie trotzdem aus. Asmodeus betrachtete ihn lange genug, dass es fast unangenehm hätte werden können. „Nein.“ Seine Stimme war plötzlich ungewöhnlich sanft. „Offensichtlich ist es nicht.“ Er stellte das Glas langsam ab. „Die meisten Menschen nennen es Neugier, andere nennen es Selbstsabotage und einige wenige nennen es Leben.“ Wieder erschien dieses langsame Lächeln, welches nie ganz verriet, worüber er gerade nachdachte. „Die Wahrheit ist, dass Feuer Menschen schon immer fasziniert hat.“ Sein Blick wanderte kurz zu den Kerzen hinter der Bar. „Jeder weiß, dass es brennen kann.“ Dann sah er wieder zu Seth. „Und trotzdem streckt jeder irgendwann die Hand danach aus.“ Für einen Moment schien etwas Dunkles durch seine Augen zu gleiten. „Die wirklich interessanten Menschen sind nicht jene, die Angst vor dem Feuer haben.“ Seine Stimme wurde etwas tiefer und leiser. „Sondern jene, die wissen, dass sie sich verbrennen könnten und trotzdem näher treten.“ Dann lehnte er sich wieder entspannt zurück als wäre dieser kurze Moment nie passiert. „Und zwischen uns beiden, Seth?“ Ein leichtes Grinsen erschien. „Du wirkst deutlich mehr wie ein Raubtier, als du glaubst.“ Er hob sein Glas leicht in dessen Richtung. „Du hast schließlich beschlossen, das Rätsel anzusprechen, anstatt ihm aus dem Weg zu gehen. Die meisten Menschen hätten längst aufgehört, Fragen zu stellen.“ Sein Blick hielt den des Barkeepers fest. „Du hingegen scheinst gerade erst damit anzufangen.“




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