Badesee

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Dean

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Re: Badesee

von Dean am 23.07.2026 21:52

Dean hätte nicht sagen können, wann aus zwei getrennten Freundesgruppen eine gemeinsame geworden war. Irgendwann war einfach niemand mehr auf seiner Seite oder ihrer Seite gewesen. Logan hatte mit einer von Allies Freundinnen darüber diskutiert, ob Beachvolleyball überhaupt ein ernstzunehmender Sport war, Garrett hatte sich völlig selbstverständlich mit den anderen unterhalten, und irgendwo dazwischen hatte Dean immer wieder unbewusst nach Allie Ausschau gehalten. Es fiel ihm erst auf, als sie beim Volleyball lachend einen Ball völlig verschätzte und er automatisch grinste, noch bevor sie selbst darüber lachte. Den ganzen Nachmittag über passierte das immer wieder. Sie tauchte irgendwo in seinem Blickfeld auf und ohne darüber nachzudenken, suchten seine Augen sie. Wenn sie lachte, musste er lächeln. Wenn sie sich konzentrierte, beobachtete er, wie sie sich eine lose Haarsträhne hinters Ohr strich. Es waren belanglose Kleinigkeiten. Und trotzdem fühlten sie sich wichtiger an als alles andere an diesem Tag. Er hatte schon unzählige Sommertage mit seinem Team verbracht. Sie waren laut gewesen, chaotisch und voller Blödsinn. Dieser hier war das auch. Und trotzdem war er anders. Als sie später gemeinsam auf der Decke saßen und ihre Schulter seine leicht berührte, sagte keiner von beiden zunächst etwas. Dean blickte hinaus auf den See, dessen Oberfläche das Licht der langsam sinkenden Sonne in flüssiges Gold verwandelte. Er bemerkte erst nach einigen Sekunden, dass er gar nicht mehr auf den See sah, sondern auf die Spiegelung ihres Gesichts im Wasser. Als sie ihren Kopf vorsichtig an seine Schulter lehnte, hielt er für einen winzigen Moment den Atem an. Es war keine große Geste. Kein Kuss. Keine Umarmung. Nur dieses kleine Stück Nähe. Gerade deshalb fühlte es sich echter an als vieles, was er in den vergangenen Jahren erlebt hatte. Ohne groß darüber nachzudenken, legte er seinen Kopf ganz leicht gegen ihren. Nicht schwer genug, um sie einzuengen. Nur gerade so, dass sie spüren konnte, dass er da war. Er blieb so sitzen, während irgendwo hinter ihnen gelacht wurde und Logan sich lautstark darüber beschwerte, dass Garrett beim Kartenspiel schummelte. Dean bekam kaum etwas davon mit. Er genoss einfach den Moment. Irgendwann begann sich die Gruppe langsam aufzulösen. Handtücher wurden ausgeschüttelt, Taschen gepackt, leere Flaschen eingesammelt. Verabschiedungen wurden quer über den Strand gerufen und nach und nach verschwanden immer mehr Menschen vom See. Dean half Garrett noch dabei, den Volleyball einzupacken, ließ sich von Logan einen völlig überflüssigen Kommentar anhören und verabschiedete sich schließlich von den Jungs. Als er sich wieder umdrehte, stand Allie dort. Neben ihrem Fahrrad. Allein. Für einen kurzen Augenblick blieb er einfach stehen und betrachtete sie. Die tief stehende Sonne tauchte den Strand in warmes Licht, ihr noch leicht feuchtes Haar glänzte golden und der Wind spielte mit einzelnen Strähnen. Sie wirkte, als würde sie selbst noch nicht nach Hause wollen. Dean ging langsam zu ihr hinüber und blieb vor ihr stehen. Für einen Moment sagte er nichts. Er ließ den Blick über den fast leeren Strand schweifen, dann zurück zu ihr. „Komisch", sagte er schließlich mit einem leisen Lächeln. „Normalerweise freue ich mich irgendwann darauf, nach Hause zu fahren." Er steckte die Hände locker in die Hosentaschen und schmunzelte. „Heute irgendwie nicht." Er sah sie an, als würde er prüfen wollen, ob es ihr ähnlich ging. „Ich glaube, wir haben den See heute ziemlich gut ausgenutzt." Sein Blick fiel kurz auf ihr Fahrrad. „Und trotzdem fühlt es sich gerade so an, als wäre der Tag viel zu schnell vorbei gegangen." Er trat einen halben Schritt näher. Nicht aufdringlich. Einfach näher. „Ich weiß nicht, wie dein Abend aussieht", sagte er ruhig. „Und ich werde dich bestimmt nicht davon abhalten, wenn du nach Hause möchtest." Seine Mundwinkel hoben sich leicht. „Aber falls du noch keine Lust hast, dass der Tag endet..." Er nickte in Richtung des Parkplatzes. „Ich kenne hier ganz in der Nähe einen kleinen Imbiss direkt am Wasser. Die Pommes sind wahrscheinlich objektiv nicht die besten der Welt." Er grinste. „Aber nach einem ganzen Tag am See schmecken sie trotzdem wie ein Sterneessen." Einen Augenblick hielt er inne, bevor er mit einem warmen Blick hinzufügte: „Und falls du lieber direkt heimfahren willst, ist das genauso okay." Genau wie damals ließ er ihr die Entscheidung. Ohne Erwartung. Ohne Druck. Nur mit diesem ehrlichen Lächeln, das inzwischen jedes Mal ganz von allein auftauchte, wenn er sie ansah.

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Allie

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Re: Badesee

von Allie am 23.07.2026 22:58

Allie sah ihn an, wie er vor ihr stand, die Hände in den Hosentaschen, das Lächeln auf seinen Lippen, und spürte, wie sich etwas in ihrer Brust weitete warm und leicht, wie die letzten Sonnenstrahlen, die über den See tanzten. Sie schaute kurz zu ihrem Fahrrad, dann wieder zu ihm, und ein strahlendes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, das jede letzte Unsicherheit des Tages vertrieb. „Weißt du was?“ sagte sie, ihre Stimme weich und voller Wärme. „Ich hatte heute Morgen tatsächlich vor, nach Hause zu fahren, mich auf die Couch zu kuscheln und eine Serie zu schauen, die ich eh schon dreimal gesehen habe. Denn Hannah ist eh bei Graham.“ Sie zuckte mit den Schultern, ein schelmisches Funkeln in den Augen. „Das klingt gerade nach der langweiligsten Alternative, die ich mir vorstellen kann.“ Sie nahm ihr Fahrrad am Lenker, schob es ein Stück neben sich her, und blieb dann vor ihm stehen. Der Wind strich durch ihr noch leicht feuchtes Haar, und sie sah ihn mit diesem offenen, ehrlichen Blick an, den sie nur bei ihm zuließ. „Also ich komme mit. Aber nur unter einer Bedingung. Wir teilen und eine Portion.. so wie Susi und Strolch? Ok diese hatten Nudeln aber hey wir improvisieren einfach..“ Sie hob spielerisch einen Finger. Sie schob ihr Fahrrad langsam in Richtung Parkplatz, drehte sich aber nach ein paar Schritten noch einmal zu ihm um. Ihr Lächeln wurde ein wenig weicher. Für einen kurzen Moment hielt sie inne. Sie hielt seinen Blick einen Moment länger, dann wurde ihr Lächeln wieder frecher. „Jetzt komm schon. Zeig mir diese legendären Pommes.“ Sie schloss ihr Fahrrad am Parkplatz an und gemeinsam gingen den schmalen Weg entlang, der am Ufer entlangführte. Der Imbiss war tatsächlich klein und unscheinbar eine Holzbude mit ein paar bunten Tischen, die direkt am Wasser standen, umgeben von alten Bäumen, deren Äste sich über den See neigten. Sie kannte sie noch nicht einmal obwohl sie schon öfters am See war. Die Lichterketten, die zwischen den Bäumen aufgehängt waren, begannen bereits sanft zu leuchten, als die Dämmerung langsam einbrach. Allie ließ sich auf einen der Holzbänke nieder, die Arme auf die Tischplatte gestützt, und sah zu, wie Dean die Bestellung aufgab. Es war ein so alltäglicher Moment zwei Menschen, die Pommes bestellten, der See, das sanfte Licht und doch fühlte es sich für sie an, als wäre es etwas Besonderes. Als er mit Pommes und zwei Getränken zurückkam und sich neben sie setzte, lächelte sie ihn an. „Also“ sagte sie, während sie eine Pommes in die Sauce tunkte. „ wie viele Puck Bunnys hast du hier schon ausgeführt hm?“ Sie sah ihn erwartungsvoll an, während sie die Pommes kaute, und das Lächeln in ihren Augen verriet, dass sie wirklich neugierig war… ^^

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Dean

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Re: Badesee

von Dean am 24.07.2026 08:51

Dean lachte leise, kaum hatte sie ihre Frage ausgesprochen. Dieses ehrliche, tiefe Lachen, das sie inzwischen erstaunlich mühelos in ihm hervorrief. Er schüttelte grinsend den Kopf, lehnte sich entspannt auf der Holzbank zurück und betrachtete sie einen Moment über den Rand seines Getränks hinweg. Da war sie wieder. Diese Mischung aus Schlagfertigkeit und Neugier, mit der sie ihn immer wieder aus der Reserve lockte. „Direkt die harten Fragen, Hayes?", meinte er schmunzelnd. „Keine fünf Minuten sitzen wir hier und ich werde schon verhört." Er griff nach einer Pommes, tunkte sie in die Sauce und ließ sich mit der Antwort bewusst einen Augenblick Zeit. „Die ehrliche Antwort?" Sein Blick blieb auf ihr liegen. „Keine. Nicht hier." Er zuckte leicht mit einer Schulter. „Die meisten Mädchen, die mit Hockeyspielern ausgehen wollten, hatten deutlich unkompliziertere Vorstellungen von einem Abend. Party. Alkohol. Vielleicht noch mein Zimmer. Aber keine Pommes an einem kleinen Imbiss am See." Sein Blick wanderte kurz über das ruhige Wasser, bevor er wieder zu ihr zurückkehrte. „Und ehrlich gesagt hätte ich selbst nie vorgeschlagen, hierherzukommen. Bis heute." Ein kleines Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Komisch, oder? Ich kenne den Laden seit meinem ersten Studienjahr. Ich war bestimmt zwanzigmal hier. Aber irgendwie sieht er heute zum ersten Mal wirklich schön aus." Kaum hatte er den Satz ausgesprochen, verzog er gespielt das Gesicht. „Wow. Das war gerade erschreckend romantisch." Er rieb sich grinsend über den Nacken. „Wenn Logan das hört, erzählt er dem ganzen Team, dass ich heimlich Liebesfilme schaue."
Er griff nach einer weiteren Pommes, ließ sie prüfend zwischen den Fingern kreisen und hob eine Augenbraue. „Aber gut, nachdem du schon mit Susi und Strolch angefangen hast, muss ich wohl wenigstens versuchen, mitzuhalten." Mit gespieltem Selbstbewusstsein schnippte er die Pommes hoch in die Luft. Sie drehte sich einmal um die eigene Achse, und ohne den Blick von Allie zu nehmen, fing er sie tatsächlich mit dem Mund auf. Er kaute grinsend, hob beide Hände leicht an und nickte zufrieden. „Nicht schlecht, oder? Jahrelanges Training. Nennt sich Präzisionssport." Er griff sich gleich die nächste Pommes, betrachtete sie einen Moment, bevor ein schelmisches Funkeln in seine Augen trat. Langsam klemmte er sich die Pommes zwischen die Lippen, beugte sich ein kleines Stück über den Tisch und sah sie herausfordernd an. „Ich meine, du hast den Vergleich mit Susi und Strolch schließlich selbst gebracht." Seine Augen lachten inzwischen offen. Er blieb genau weit genug entfernt, damit sie jederzeit ausweichen konnte, und machte keinerlei Anstalten, die Distanz weiter zu verkürzen. Es war kein Drängen, sondern eine spielerische Einladung. Nach ein paar Sekunden nahm er die Pommes wieder zwischen die Finger, lachte über sich selbst und schüttelte den Kopf.
„Okay, vermutlich wäre das ein bisschen viel für unser zweites Date." Er biss selbst hinein und grinste breit. „Oder erstes. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob das hier überhaupt als Date zählt." Seine Miene wurde für einen kurzen Moment ruhiger. „Was ich aber weiß ist, dass ich in den letzten Wochen niemanden ausgeführt habe. Nicht, weil sich keine Gelegenheit ergeben hätte." Seine Augen fanden wieder ihre. „Sondern weil sich jede andere irgendwie nach Zeitverschwendung angefühlt hätte."

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Allie

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Re: Badesee

von Allie am 24.07.2026 09:10

Ihre vollste Aufmerksamkeit lag auf ihn. Allie hörte ihm zu, wie er von den anderen Mädchen sprach, von den unkomplizierten Vorstellungen, von Partys und Alkohol und seinem Zimmer und sie spürte, wie sich etwas in ihr zusammenzog. Nicht weil sie eifersüchtig war, sondern weil sie genau wusste, was er meinte. Sie hatte diese Mädchen selbst erlebt, auf Partys, in Bars, im Vorbeigehen. Und sie wusste, dass sie selbst nie eine von ihnen gewesen war. Sie hatte nie versucht, mit einem Hockeyspieler mitzugehen, nie in diese Richtung gedacht. Und jetzt saß sie hier, mit einem, der völlig anders war als all die Klischees, und das machte es so viel komplizierter. Sie lächelte über seine Pommes Einlage, über den Moment, als er die Pommes in die Luft warf und auffing und dieses Lächeln war echt, ehrlich. Aber als er dann von Dates sprach, von den letzten Wochen, und davon, dass alles andere sich wie Zeitverschwendung angefühlt hätte, wurde ihr Lächeln ein wenig weicher, fast ein wenig zögerlich. „Dean..." sagte sie leise, ihre Stimme ruhiger als zuvor. Sie nahm eine Pommes, tunkte sie in die Sauce, aber kaute nicht. Sie spielte nur damit herum, während sie nach den richtigen Worten suchte. „Das ist kein Date" sagte sie schließlich, und ihre Stimme klang fester, als sie sich anfühlte. „Das hier ist kein Date. Wir sitzen einfach hier, weil der Tag noch nicht vorbei ist. Weil du einen Imbiss kennst. Weil es schön ist, am See zu sein. Aber kein Date." Sie sah ihn an, und in ihren Augen lag etwas Verletzliches, das sie nicht verstecken konnte. Sie wollte nicht, dass er dachte, sie würde ihn abweisen. Aber sie hatte solche Angst davor, sich zu schnell in etwas Neues zu stürzen, nur um dann wieder festzustellen, dass sie noch nicht bereit war. „Ich will das nicht" sagte sie, und ihre Stimme war jetzt leiser, fast ein Flüstern. „Ich will nicht, dass das ein Date ist. Weil ich nicht weiß, ob ich bereit dafür bin. Weil ich Angst habe, dass ich mich wieder in etwas verliere, bevor ich weiß, was ich eigentlich will." Sie ließ die Pommes auf den Teller fallen und sah ihn an. Ihre Augen waren weich, fast traurig, aber es lag auch Wärme darin. „Aber ich will auch nicht, dass du denkst, ich hätte keine Lust, dich zu sehen. Denn das habe ich. Ich habe Lust, dich zu sehen. Ich habe Lust, mit dir zu reden, mit dir zu lachen, mit dir am See zu sitzen. Ich habe nur Angst davor, dass es mir zu viel wird. Dass ich mich fallenlasse, bevor ich weiß, ob ich sicher lande." Sie lachte leise, ein kurzes, fast verlegenes Lachen. „Das klingt wahrscheinlich total bescheuert. Du sitzt hier, wir machen Witze über Susi und Strolch, und ich rede von Abstürzen und Sicherheit." Sie sah zu ihm hinüber, und ihr Blick wurde ein wenig wärmer. „Aber ich möchte, dass du das verstehst. Dass es nicht an dir liegt. Es liegt an mir. An dem Chaos, das ich noch nicht sortiert habe." Sie strich eine Haarsträhne hinters Ohr und lächelte ihn an ein Lächeln, das nicht ganz ihre Augen erreichte, aber dennoch ehrlich war. „Also kein Date. Aber vielleicht ein Treffen. Ein zufälliges Treffen, bei dem zwei Menschen Pommes essen und sich unterhalten. Und wenn aus diesen zufälligen Treffen irgendwann mehr wird... dann werden wir das sehen. Wenn ich bereit bin. Und wenn du immer noch da sein willst."

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Dean

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Re: Badesee

von Dean am 24.07.2026 09:25

Dean hörte ihr zu, ohne sie ein einziges Mal zu unterbrechen. Sein Blick blieb ruhig auf ihrem Gesicht, als würde er jedes Wort bewusst aufnehmen, statt schon über eine Antwort nachzudenken. Er bemerkte die kleine Veränderung in ihrer Stimme, das Zögern, das vorsichtige Abwägen. Vor ein paar Monaten hätte ihn das vermutlich frustriert. Heute nicht. Heute verstand er es. Als sie geendet hatte, blieb er noch einen Augenblick still. Dann nickte er langsam, ein kaum sichtbares Lächeln auf den Lippen. „Okay." Mehr sagte er zunächst nicht. Er griff nach einer Pommes, drehte sie zwischen den Fingern und betrachtete sie mit gespieltem Ernst. „Dann muss ich wohl meine gesamte Strategie überdenken." Er seufzte theatralisch. „Ich dachte wirklich, der Susi-und-Strolch-Move wäre mein Ass im Ärmel." Er ließ die Pommes noch einmal in die Luft fliegen, fing sie diesmal allerdings nicht ganz so elegant auf. Sie prallte gegen seine Stirn, landete auf dem Tisch und er starrte sie einen Moment gespielt beleidigt an. „Na toll." Er schüttelte den Kopf. „Jetzt werde ich sogar von Pommes zurückgewiesen." Ein leises Lachen entkam ihm, bevor er wieder zu ihr sah. Diesmal verschwand das Grinsen nicht ganz, wurde aber deutlich sanfter.
„Allie, ich glaube, du hast gerade vergessen, mit wem du redest." Er lehnte sich locker mit den Unterarmen auf den Tisch. „Ich bin der Typ, der dir vor Wochen gesagt hat, dass er warten kann." Er zuckte leicht mit einer Schulter. „Und daran hat sich nichts geändert." Seine Stimme blieb ruhig, ohne Enttäuschung, ohne Vorwurf. „Wenn du sagst, das hier ist kein Date, dann ist es eben kein Date." Er nickte einmal. „Dann sitzen wir einfach zwei Menschen an einem Imbiss am See, essen Pommes und genießen einen verdammt guten Tag." Seine Mundwinkel hoben sich wieder. „Klingt ehrlich gesagt auch ziemlich gut." Er griff nach einer Pommes, brach sie in der Mitte durch und hielt ihr eine Hälfte grinsend entgegen. „Friedensangebot. Ohne romantische Untertöne. Nur Kartoffel." Sein Blick blieb auf ihr liegen. „Und was dein Chaos angeht, ich glaube, das überschätzt du ein bisschen." Er tippte sich mit der Fingerspitze gegen die Brust. „Ich spiele einen Sport, bei dem sich zwanzig Kerle auf Kufen gegenseitig gegen Plexiglas werfen. Glaub mir, ich komme mit Chaos erstaunlich gut zurecht." Er lachte leise über seinen eigenen Vergleich. „Du musst dich vor mir nicht dafür entschuldigen, dass du vorsichtig bist. Ehrlich gesagt finde ich es sogar ziemlich mutig, dass du mir das alles überhaupt sagst." Er ließ den Blick für einen kurzen Moment über den See schweifen. „Weißt du, was ich heute gelernt habe?" Als seine Augen wieder ihre fanden, lag darin dieses ruhige, ehrliche Lächeln. „Dass ich deine Gesellschaft mag. Ob das irgendwann ein Date wird, zehn Dates oder einfach nur zufällige Treffen mit schlechten Pommes und guten Gesprächen, das müssen wir heute gar nicht entscheiden." Er hob seinen Becher leicht an. „Ich habe es heute schon am See ernst gemeint. Ich laufe dir nicht davon." Einen Moment später grinste er wieder. „Außerdem wäre es ziemlich unhöflich von mir, jetzt zu verschwinden. Du schuldest mir schließlich noch mindestens einen Revancheversuch beim Billard. Und ich habe das sehr starke Gefühl, dass du inzwischen heimlich geübt hast."

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Allie

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Re: Badesee

von Allie am 24.07.2026 10:02

Sie sah ihn an. Einfach nur an. Er verstand es. Er drängte nicht. Er machte keine Szene. Er saß einfach da, machte Witze über Pommes und sagte ihr, dass er ihr nicht davonlaufen würde. Und in diesem Moment wusste sie, dass sie sich nicht hätte sorgen müssen. Dass sie einfach hätte vertrauen sollen. Allie lachte wie er mit den Pommes spielte . Sie nahm die Pommes Hälfte, die er ihr entgegenhielt, und lächelte ein weiches, warmes Lächeln, das ihre Augen erreichte. Dean machte vieles richtig und genau das schätze sie auch so an ihm. „ Friedensangebot angenommen" sagte sie leise und biss hinein. Sie kaute langsam, ließ den Moment wirken, und dann sah sie ihn an mit diesem süßen, offenen Blick, den sie nur selten zeigte. „Danke, Dean. Wirklich." Ihre Stimme war leiser als sonst, fast zärtlich. „Dass du das so locker nimmst. Dass du nicht wegläufst, nur weil ich ein bisschen kompliziert bin." Sie lachte leise. „Oder vielleicht mehr als ein bisschen." Sie schob den Teller mit den Pommes ein Stück zu ihm rüber, ein Zeichen der Nähe, ein kleines Angebot. „Ich bin froh, dass du heute da warst." Sie hielt seinen Blick fest, und für einen Moment war alles andere um sie herum vergessen die Lichterketten, der See, die letzten Gäste des Imbisses. Nur er zählte. Die Zeit verging wie im Flug. Sie redeten über Gott und die Welt, über seine Spiele, über ihr Studium. Irgendwann wurden die Lichterketten heller, der Himmel dunkler, und der Imbiss schloss langsam seine Pforten. Sie standen auf, gingen langsam zurück zum Parkplatz, die Stille zwischen ihnen angenehm und vertraut. Allie spürte, wie sie sich nichts mehr wünschte, als diesen Moment festzuhalten. Als sie an ihrem Fahrrad ankam, blieb sie stehen. Sie starrte auf den platten Reifen völlig platt, das Ventil leicht schief, als hätte jemand absichtlich die Luft herausgelassen. Sie seufzte tief, schüttelte den Kopf und lachte dann leise, ein müdes, aber amüsiertes Lachen. „Na toll dann muss ich wohl schieben.“ sagte sie und drehte sich zu Dean um. „Sieht so aus, als hätte der Tag noch ein kleines Finale für uns geplant." Sie zeigte auf den Reifen. „Ich glaube, das ist nicht mal ein schleichender Platten. Das ist ein richtiger, fieser, absichtlich aussehender Platten." Vielleicht irgendeine Frau die Dean will? Hm Gedanken kreisen durch ihren Kopf. Sie schob eine Hand durch ihr Haar und sah ihn mit einem schiefen Lächeln an. „Und jetzt? Hast du zufällig einen Fahrrad Reparatur Service in deiner Sporttasche versteckt? Oder muss ich wohl oder übel ein Taxi rufen und das Fahrrad hier stehen lassen?" Es war eine ehrliche Frage. Sie ärgerte sich denn Sie brauchte dieses Rad. Und auch wenn’s alt ist aber sie kommt damit von A nach B oder zum See 😅

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Dean

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Re: Badesee

von Dean am 24.07.2026 10:15

Dean runzelte sofort die Stirn, als sein Blick auf den Vorderreifen fiel. Er ging neben ihr in die Hocke, drückte mit der Hand dagegen und musste gar nicht lange prüfen. Der Reifen war komplett platt. Kein bisschen Restluft, nichts. Sein Blick wanderte zum Ventil, das tatsächlich schief saß. „Na klasse...", murmelte er leise. Er drehte das Rad langsam ein Stück, kontrollierte den Mantel mit den Fingerspitzen und richtete sich anschließend wieder auf. „Das sieht tatsächlich nicht nach einem normalen Platten aus." Seine Stimme blieb ruhig, ohne die Situation größer zu machen, als sie war. Er bemerkte ihren Blick auf das Fahrrad und erkannte sofort diesen Ausdruck. Es ging ihr nicht nur um ein altes Rad. Es war ihr Stück Freiheit. Die Möglichkeit, unabhängig zu sein. Und genau deshalb ärgerte es sie so. Dean legte eine Hand locker an den Lenker und schob das Fahrrad ein kleines Stück vor und zurück. „Taxi fällt aus." Er sah sie an und hob eine Augenbraue. „Ich lasse dich ganz bestimmt nicht nachts mit einem platten Fahrrad allein durch die Gegend fahren oder irgendwo stehen und hoffen, dass irgendwann ein Taxi kommt, in das das Ding überhaupt reinpasst." Er schmunzelte leicht. „Außerdem hätte ich dann ein schlechtes Gewissen. Und das klingt ehrlich gesagt ziemlich anstrengend." Sein Blick wanderte kurz über den Parkplatz, dann zu seinem Wagen. „Mein Kofferraum ist groß genug." Er klopfte zweimal leicht auf den Sattel. „Wir werfen das Rad hinten rein."
Es klang so selbstverständlich, als gäbe es überhaupt keine andere Möglichkeit. „Dann fahren wir zu deinem Wohnheim und bringen dich samt Fahrrad nach Hause." Er zuckte mit einer Schulter. „Und morgen oder übermorgen schauen wir uns das Ding in Ruhe an. Entweder ist nur der Schlauch kaputt oder wir holen einen neuen. Dauert keine halbe Stunde." Er grinste schief. „Ich bin zwar besser mit Schlittschuhen als mit Fahrrädern, aber einen Schlauch wechseln kriege sogar ich hin." Einen kurzen Moment schwieg er, bevor seine Mundwinkel sich wieder hoben. „Und falls ich wider Erwarten kläglich scheitere, kenne ich einen Laden, der das für kleines Geld macht." Er griff ohne großes Aufheben nach dem Fahrrad und begann bereits, es in Richtung seines Autos zu schieben. Nach zwei Schritten blickte er über die Schulter zu ihr. „Und bevor dein Kopf anfängt, irgendwelche wilden Geschichten zu erfinden." Seine Augen trafen ihre. „Nein." Er lächelte ruhig. „Keine eifersüchtige Ex. Keine heimliche Verehrerin. Keiner meiner One-Night-Stands schleicht nachts um Seen und manipuliert Fahrräder." Er musste über den Gedanken selbst lachen. „Das klingt eher nach einem schlechten Collegefilm." Er blieb an seinem Wagen stehen, öffnete den Kofferraum und musterte das Fahrrad kurz. „Okay, ich nehme alles zurück. Das wird sportlicher als gedacht." Grinsend sah er wieder zu ihr. „Gut, dass zufällig ein Hockeyspieler dabei ist. Irgendwo muss das Krafttraining ja einen Sinn ergeben." Mit erstaunlicher Leichtigkeit hob er das Fahrrad an und bugsierte es in den Kofferraum, wobei das Vorderrad gerade so hineinpasste. Zufrieden klopfte er sich die Hände ab und schloss die Klappe. „Siehst du?" Sein Blick fand wieder ihren. „Problem gelöst." Dann hielt er ihr mit einem kleinen Lächeln die Beifahrertür auf. „Und diesmal gibt es keine Diskussion. Ich bringe dich nach Hause."

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Allie

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Re: Badesee

von Allie am 24.07.2026 10:55

Sie schmunzelt als er ihr Rad in den Kofferraum packte und ihr die Türe öffnete und Einstieg. Dann lehnte Allie sich in den Beifahrersitz zurück, während Dean den Motor startete und der Wagen sanft vom Parkplatz rollte. Die Dunkelheit hatte sich inzwischen vollständig über den See gelegt, und die Straßenlaternen warfen warme Lichtkegel auf die Fahrbahn. Sie spürte die leichte Vibration des Motors, die Wärme, die langsam durch die Lüftung in den Innenraum strömte, und den stillen Rhythmus der Fahrt. Und sie spürte ihn seine Nähe, seine Präsenz, diese ruhige Selbstverständlichkeit, mit der er einfach ihren Kofferraum geöffnet, ihr Fahrrad verstaut und sie eingeladen hatte. Sie sah aus dem Seitenfenster, während die Lichter vorbeizogen, aber ihr Blick kehrte immer wieder wie von selbst zu ihm zurück. Zu seinen Händen, die locker das Lenkrad hielten. Zu seinem Profil, das im Schein der vorbeiziehenden Lichter mal heller, mal dunkler wurde. Zu diesem kleinen, kaum sichtbaren Lächeln, das um seine Mundwinkel spielte, als wüsste er genau, dass sie ihn ansah. Ihre Stimme war leise, als sie schließlich das Schweigen brach. „Dean?" Sie wartete, bis er kurz zu ihr herüberblickte, und dann lächelte sie ein weiches, fast verletzliches Lächeln. „Danke das du mich nach Hause bringst " Sie hielt seinen Blick kurz, dann sah sie wieder nach vorne. „Ich hätte nicht gedacht, dass ein Tag, der mit einem platten Reifen endet, trotzdem einer der schönsten Tage sein kann, die ich seit Langem hatte." Sie lachte leise, fast über sich selbst. „Das klingt wahrscheinlich total kitschig. Aber es ist wahr." Sie legte ihre Hand auf den Sitz zwischen ihnen, nicht direkt auf seine, aber nah genug, dass er sie sehen konnte. Ein Angebot. Mehr nicht. Dann drehte sie den Kopf zu ihm, ihr Blick warm, ihre Stimme einen Ton leiser „Du bist anders, Dean. Und ich glaube, ich mag das."

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Dean

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Re: Badesee

von Dean am 24.07.2026 12:15

---> Wohnheime ^^

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